Politik

Die Kevins hau'n uns raus!

Ich habs zwar schon als Lieblingslied verlinkt, aber mache es sicherheitshalber auch nochmal hier: „Kevins“, ein Lied, das gleichmaßen erheitert und Angst macht.

Verraten und verkauft — der Schultrojaner

Markus Beckedahl schreibt in seinem Blog[?] Netzpolitik.org von einer Ungeheuerlichkeit im Rahmenvertrag zur Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke in Schulen, der auf seiner Website heruntergeladen werden kann. Dort findet sich folgender Abschnitt:

Die Verlage stellen den [..] Schulträgern [..] eine Plagiatssoftware zur Verfügung, mit welcher digitale Kopien von für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werken auf Speichersystemen identifiziert werden können. Die Länder wirken [..] darauf hin, dass jährlich mindestens 1 % der öffentlichen Schulen ihre Speichersysteme durch Einsatz dieser Plagiatssoftware auf das Vorhandensein solcher Digitalisate prüfen lässt.

Verhältnismäßigkeit à la Deutschland

Heute mittag hat die Polizei sämtliche Server der deutschen Piratenpartei beschlagnahmt, Web, Wiki, Jabber, alles. Wer jetzt vermutet, dass es bei einem so massiven Eingriff in die Arbeit einer demokratischen Partei um kapitale Straftaten durch Parteimitglieder gehen muss, liegt falsch. Eine Anfrage der französischen Polizei, die Gerüchten zufolge gegen Teilnehmer einer Anonymous-DDOS-Aktion ermittelt, genügte, wie der Vorstand der Piraten inzwischen verlautbaren ließ.

Offenbar geht es um Informationen auf dem PiratenPad, einer Art virtueller Tafel, auf mehrere User kollaborativ an einem Text arbeiten können. Meines Wissens nach speichert das PiratenPad aber keine IP-Adressen, so dass hier keinerlei neue Erkenntnisse in den Ermittlungen zu erwarten sind.

Keine Liquid Democracy in der Enquete-Kommission Internet

adhocracy logo Eine Bankrotterklärung. Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft hat sich gegen eine Bürgerbeteiligung in Form des Liquid-Democracy-Tools Adhocracy ausgesprochen, vorgeblich aus Kostengründen. Somit steht zu befürchten, dass es Lobbys sein werden, die in diesem wichtigen Gremium, das Richtlinien für gesetzliche Regelungen erarbeiten soll, den Ton angeben.

Jugendmedienstaatsvertrag — seltsames Machwerk von fraglichem Nutzen

Ok, nun ist er also durchgewunken, der Jugendmedienstaatsvertrag. Was sich dadurch ändert und wieviel Sinn diese Regelung ergibt kann man schön bei YucaaTree nachlesen.

Jagd auf Wikileaks

Wikileaks
Mal wieder hat Wikileaks Informationen veröffentlicht, die für einige Regierungen unangenehm sind. Und anstatt dass sich diese Regierungen einmal die Frage stellen, ob nicht zuviel geheimgehalten wird und ob die Öffentlichkeit nicht vielleicht ein Anrecht darauf hat, transparent informiert zu werden, kritisieren sie Wikileaks mit allem, wirklich allem was die PR-Abteilungen hergeben. Das entbehrt oft nicht einer gewissen Komik.

  • Die USA haben beim Irak-Leak Wikipedia zum Beispiel mehrmals öffentlich aufgefordert, „die illegal beschafften Daten zurückzugeben“. Aha. Digitale Daten „zurückgeben“. Schonmal versucht, eine E-Mail zurückzugeben? Ist sie danach nicht mehr da? Aber der US-Sprecher hat das Wort „löschen“ sorgfältig vermieden, warum?

Alternativlos Nr. 8

Ui, den neuesten Alternativlos-Podcast finde ich exzeptionell hörenswert. Titel: Sondersendung mit Monoxyd über die Terrorpanik, Meinungsmache und wie Nachrichten funktionieren. Hier zur Website.

Ziviler Ungehorsam — darf ich das?

Die Demonstrationen bei Stuttgart 21 und den Castor-Transporten sowie die Reaktionen darauf in Politik und Medien haben das Thema des Zivilen Ungehorsams in den Blickpunkt gerückt. Ich hatte das Bedürfnis, ein paar Gedanken dazu aufzuschreiben, leider ist es etwas länger geworden, aber da müsst ihr jetzt durch :-).

Was kann ich gegen doofe Politik schon tun?

...das denken sich sicher viele. Es gibt 80 Millionen Menschen in diesem Land und viel mächtigere als mich, was kann ich da schon ausrichten?

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